NavAD

Navigationsunterstützung durch Verknüpfung analoger und digitaler Karten

Laufzeit: 1.7.2009 – 30.6.2013

Das Ziel des Projektes besteht in der Entwicklung einer digital angereicherten Papierkarte, die zur Verknüpfung von analogen Papierkarten und digitalen Informationssystemen dient. Diese innovative Entwicklung soll dazu dienen, die Bedienbarkeit und damit die Akzeptanz insbesondere mobiler Informationssysteme deutlich zu steigern.

NavAD digitaler Stift

Mobile Endgeräte mit GPS und Kartenfunktion sind zur Navigationsunterstützung sehr gut geeignet und werden in Zukunft gegenüber den Papierkarten eine immer größere Rolle spielen. Mehr als zwei Millionen mobile Informationssysteme sind in Deutschland im Einsatz. Städte wie Stuttgart und Heidelberg bieten über mobile Stadtportale raumbezogene Informationen und Dienste an, die z.B. über Handy genutzt werden können. Der Nachteil dieser Systeme ist jedoch in dem kleinen Display für die Kartendarstellung zu finden. Eine traditionelle Papierkarte vermittelt im Vergleich dazu einen schnellen Überblick und ist intuitiv benutzbar, was sie nach wie vor attraktiv macht z.B. für die detaillierte Routenplanung für Reisevorbereitungen, ihre Nutzung in der mobilen Datenerfassung oder als Planungsgrundlage für Logistikanwendungen. Die Nachteile von Papierkarten liegen wiederum in ihrem statischen Charakter, dass sie für manche Einsatzgebiete unhandlich sind und nicht mit vorhandenen digitalen Inhalten verknüpft werden können.

Im Projekt NavAD (Navigationsunterstützung durch Verknüpfung analoger und digitaler Karten) soll diese technologische Lücke zwischen mobilem Informationssystem und Papierkarte überwunden werden. Hierzu wird die Karte auf ein spezielles Papier mit einem Hintergrundraster gedruckt. Durch das an jeder Stelle der Karte eindeutige Raster (z.B. Anoto-Pattern) kann die Position eines elektronischen Stiftes bestimmt werden. Hierbei weichen die auf die Karte aufgebrachten Punkte minimal vom Gitter ab, so dass sich ein digitaler Stift durch die aufgenommenen Punkte eindeutig positionieren lässt. Über die Bewegung des Stiftes, die lokal aufgezeichnet und über eine Funk-Schnittstelle an ein mobiles Endgerät weitergeleitet wird, ist es möglich auf der Papierkarte eine Route zu planen, abzufahren und automatisch in ein Navigationssystem zu übertragen. Dort können die erfassten Daten weiterverarbeitet und ergänzt werden.

 

Projektpartner

  • Prof. Dr.-Ing. Carola Tiede, Hochschule für angewandte Wissenschaften FH München, Fakultät Geoinformation (Koordination)
  • Actimage GmbH & Co. KG
  • dds GmbH
  • Universität Hannover. Institut für Kartographie und Geoinformatik

 

Projektträger

Das Vorhaben wurde im BMBF-Programm IngenieurNachwuchs“ 2009 (Informatik) im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ gefördert.

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